Vom 11. – 13. August fand in Stauning die zweite Vintage Aerobatic World Championship statt.
Um es vorwegzunehmen: die Veranstaltung etabliert sich und findet deutlichen Zuspruch !

Am Freitag, dem 11.August habe ich um 0915 Uhr vom Flugplatz Itzehoe mit dem Stieglitz abgehoben und den Flug nach Stauning nonstop in 2:02 Stunden absolviert. Das Wetter war sehr schön, und der Flug führte mich bei leichtem Gegenwind über Husum, Niebüll, vorbei an Tondern und Ribe durch die Kontrollzone von Esbjerg nach Stauning. Bei der Landung fiel mir sofort die große Anzahl toller Flugzueg auf, darunter mehrere Bücker „Jungmeister“ dem ultimativen Kunstflugzeug der 30er Jahre. Man trachtete mir also offensichtlich nach dem Weltmeistertitel vom Vorjahr.

Um 1200 Uhr fand das Briefing statt und wegen des guten Wetters wurden bis zum Abend noch zwei Durchgänge des Pflichtprogrammes geflogen. Ich war mit meinen Loopings und Rollen sehr zufrieden.
Nach der ersten Pflichtrunde habe ich meine Kür im Programmteil „The Performance“ erstmals abseits des Platzes ausprobiert und war froh, dass mein ausschließlich am Schreibtisch ausgetüfteltes Programm zur Musik der „Tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ genau in den Zeitrahmen passte.

Am Abend es ersten Tages mussten dann alle an der Kür teilnehmenden Piloten ihr Programm dem Auditorium vorstellen – eine tolle Idee, die dem Motto der Veranstaltung „Fliegen und Geselligkeit“ den richtigen Elan brachte.
Ich hatte mir meine Knickerbockerhose angezogen, die Fliege umgebunden, die Schiebermütze aufgesetzt und als erster das Vergnügen, mich und mein Programm vorzustellen. Bei allen Vorstellungen wurde herzlich gelacht, und es kam große Vorfreude auf.
Am Sonnabendmorgen spielte Petrus aber ersteinmal nicht mit, so dass es bis zum Nachmittag dauerte, bis endlich geflogen werden konnte.
Und dann gab es tolle Vorführungen zu sehen.
Leider habe ich eine Viertelrolle auf dem Weg aus einem Turn senkrecht nach unten zur falschen Seite geflogen und mich damit aus der „Box“, dem Kunstflugraum, hinauskatapultiert. Als besonderen Gag hatte ich den Liedtext an alle Teilnehmer, die auch als Juroren fungierten, zum Mitsingen verteilt. Ein toller Trick, wie mir der überaus kluge und charmante Clive Davidson aus England steckte. „I had to read the text and could not watch Your errors!“
Was die Kameraden da zu Pink Floyd „Shine on you crazy diamond“ und AC/DC “Highway to Hell” an den Himmel zauberten, war absolut sehenswert und ist für mich unerreichbar. So etwas kann ich nicht, will es aber meinem Stieglitz auch gar nicht zumuten.

Am Abend nach dem Essen („Sossjelaising“) fand dann die Siegerehrung statt, und ich konnte zufrieden sein. Zweiter Platz in der Kategorie „Looping the Loop“. Nun bin ich zwar enttrohnt, aber „winner of the silver medal“ ist ja auch nicht schlecht.
Am Sonntagmorgen fand dann nach einem überaus herzlichen Abschied der Rückflug nach Itzehoe statt, und der Rückenwind schob mich flott nach Hause.
Danke an alle, die dabei waren. Das Konzept geht voll auf, es hat einen Riesenspaß gemacht, und ich freue ich auf 2018. Auf einen Wettbewerb mit einer einmaligen Mischung aus Sport und Spaß mit liebgewonnenen Kameraden.

Und DANKE an Karin, die aus Frankfurt angereist war, um die wunderschönen Bilder zu machen und mich anzufeuern.

Und einen Sonderpreis habe ich auch gewonnen: den für die gelungenste and angemessenste Bekleidung im gesamtem Wettbewerb – der Spaßkommt eben auch nicht zu kurz !!!