Dakar, an der Westspitze Afrikas, liegt von Mitteleuropa kommend ungefähr auf halbem Weg nach Veracopos bei Sao Paolo, dem Frachtdrehkreuz der Lufthansa Cargo in Südamerika,  und ist deswegen der ideale Zwischenlandeplatz für die schweren beladenen Frachter auf dem Weg von und nach Brasilien.
Von hier geht es auf den Südatlantik hinaus, und auf dem Weg muss ganzjährig die innertropische Konvergenzzone (ITZ) durchflogen werden. Die ITZ bildet sich durch die von der in Äquator-nähe senkrecht stehenden Sonne aufgeheizten und aufsteigenden Luftmassen. Am Boden strömt die Luft aus Nord- oder Südost kommend in diese Zone niedrigen Luftdrucks nach, und so entstehen die Passatwinde.  Da sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit schier endlos zur Verfügung stehen, wachsen die Cumuluswolken bis in größte Höhen und bilden eine Art Sperrgürtel, durch den man sich hindurch mogeln muß, denn überfliegen kann man die aufgereihten Cumulonimben nicht, schon gar nicht mit den schwer beladenen Frachtern.

Die Bilder entstanden am 11. April 2011 auf dem Flug LH 8274, der Dakar am frühen Nachmittag verließ und bei Anbruch der Nacht mit fast 92.000 kg Fracht in VCP ankam. Bei Tageslicht war es möglich zusätzlich zu den Wetterradarbildern die sie auslösenden Wolken zu fotografieren. Die Reiseflughöhe betrug anfangs 30.000 ft und ab dem Übergabepunkt an „Atlantico“ der brasilianischen Kontrollstelle für den Atlantikteil, 32.000 ft, die Reisegeschwindigkeit M 0,82, was bei der Temperatur von -31°C in der Höhe einer Fluggeschwindigkeit von 499 Knoten oder 924 km/h entsprach. Die Tropopause, die Grenze zur Stratosphäre lag nach den Vorhersagekarten in unerreichbaren 53.000 ft Höhe.
LH 8274 erreichte Veracopos nach 6:14 h Flugzeit um 21:28 UTC (16:28 h Ortszeit) mit einem Landegewicht von fast 220 Tonnen und einer angezeigten Endanfluggeschwindigkeit von 167 Knoten (309 km/h), was unter den aktuellen meteorologischen Gegebenheiten einer wahren Fluggeschwindigkeit von 176 Knoten (326 km/h) entsprach.