Auszeichnung in Aventoft am 11.08.2015

Seit dem 11. August 2015 ist der „QAX“ nun ein bewegliches Denkmal, und wie so oft bedarf es eines Anstoßes, um sich ein paar Dinge einmal klar zu machen.
Was ist ein Denkmal, und wozu brauchen wir Denkmale?
Ich habe einmal ins Schleswig-Holsteinische Denkmalschutzgesetz geschaut und möchte eng daran angelehnt den Grundgedanken mit eigenen Worten wiedergeben:

  • Denkmale sind materielle Zeugen menschlichen Wirkens und dokumentieren historische Entwicklungen und technische Errungenschaften.
  • Denkmalschutz ermöglicht es künftigen Generationen, Geschichte zu erfahren, Entwicklungen nach zu verfolgen und fort zu schreiben und dient darüber hinaus auch dem Grundbedürfnis der Menschen nach Erinnerung.
  • Die Nutzung auch und gerade eines beweglichen Denkmales muss sich an der Substanzerhaltung orientieren. Darüberhinaus obliegt es den Denkmalschutzbehörden und den Eigentümern, das Wissen über die Denkmale zu verbreiten.

„Denn les’n Se ma schön!“

Also: es war ein toller Tag, wenn auch ein wenig spannend und anstrengend.
Erst am Vorabend war ich mit dem A 380 aus Seoul in Frankfurt angekommen und nach Hamburg weitergereist, vor 01 Uhr in der Nacht kam ich nicht ins Bett.
Als ich dann am nächsten Morgen um 06 Uhr vom Wecker wach geklingelt wurde, hörte ich draussen den Regen pladdern. Also ging der erste Blick an den Rechner, um die Wolken- Niederschlags- und Regenradarbilder zu begutachten. Na Gott sei Dank, das war der Rest, der noch durchzog, und dahinter, also nach Westen sah alles gut aus.

Um kurz nach 08 Uhr traf ich in Itzehoe ein, wo Karin schon auf mich wartete, um den Tag aus der ersten Reihe zu dokumentieren. Der Flieger war schon vorbereitet, und so erhoben wir uns kurze Zeit später in die Lüfte. Tiefer gebrochener Stratus lag noch über dem Land, den wir bei guter Bodensicht leicht übersteigen konnten, um in 600 – 700 m Höhe ab Heide der Eisenbahnlinie bis Niebüll zu folgen. Von dort ging es dann mit Kurs und Zeit ein paar Minuten weiter nach Norden, und genau nach der vorbestimmten Zeit tauchte das Segelfluggelände Aventoft unmittelbar an der dänischen Grenze vor uns auf.
Nachdem das Fliegerle versorgt und nochmal geputzt war, die Ehrengäste und die Frau Ministerin Spoorendonk eingetroffen waren, begann der offizielle Teil der Ehrung mit einigen Ansprachen. Anschließend bekam ich Urkunde und Plaketten überreicht und konnte die Ministerin zu einem kurzen Rundflug überreden. Sie hatte sichtlich Spaß daran, wurde hundertfach gefilmt und fotografiert und räumte ein, dass es richtig war, die anfängliche Scheu zu überwinden.
Anschließend musste ich noch für drei Fernsehsender und mehrere Zeitungen Interviews geben, Kameras am Flugzeug montieren, rundfliegen und und und, bis alle zufrieden waren.

Der Rückflug erfolgte dann mit Tankstopp in Flensburg am späten Nachmittag und nun fiebert das Denkmal seinem ersten großen Auftritt, den „Hamburger Flughafentagen“ am kommenden Wochenende entgegen.
Nun ist es also nicht mehr nur Spaß, sondern Ernst. Der Stieglitz muss auf Flugtagen und bei sonstigen Veranstaltungen vorgeführt werden – welche große Bürde ;-))

Danke an alle, die mitgeholfen haben und mithellfen, dieses wunderbare Flugzeug zu erhalten, es zu pflegen und zu hegen, und die Kunde davon zu verbreiten !!!


aus den Medien: